Startseite Aktuelles Das virtuelle Vereinsleben

Durch die schrittweise Öffnung der Sportboothäfen konnten die Boote Anfang Mai wieder ihre Liegeplätze einnehmen und unter Einhaltung der Kontakt- und Hygieneregeln darf auch wieder gesegelt werden. Viele der bisherigen Verbote wurden schon gelockert, aber die Einschränkungen bei den Vereinsaktivitäten blieben bestehen. Alle Veranstaltungen im Mai mussten abgesagt werden. Somit ist das gesellige Vereinsleben mit den Zusammenkünften, den Regatten sowie der Ausbildung weiterhin untersagt und das Vereinsheim muss noch geschlossen bleiben. Gespannt werden allerdings die Erfahrungen in anderen Sportarten beobachtet. Vielleicht kommt es noch im Mai zu weiteren schrittweisen Lockerungen. Deshalb ergeht an alle der Appell, die aktuellen Regeln eigenverantwortlich unbedingt einzuhalten. Wie es die Zahlen für die Neuinfektionen zurzeit in Südkorea und China belegen, droht dort die befürchtete zweite Welle, die es bei uns zu verhindern gilt. Corona ist noch lange nicht vorbei. So lange es kein Medikament bzw. eine Impfung gibt, werden wir uns mit den Bedingungen arrangieren müssen. So wie eine gute Seemannschaft die Segler vor Gefahren schützt, sollten die Verhaltensregeln zum Corona-Virus eine Selbstverständlichkeit sein: Zurückhaltung üben und sich sowie andere nicht in Gefahr bringen.

Schneller als geplant hat das digitale Zeitalter Einzug in unser Vereinsleben gehalten. Die Vorstandssitzungen finden mit dem geschäftsführenden und dem erweiterten Vorstand als Telefonkonferenz statt. Als Experiment über den Videokonferenz-Anbieter „Zoom“ wurde im Rahmen eines virtuellen Schipperfrühstücks im April ein Vortrag über die Errichtung des Offshore-Windparks Dan Tysk gehalten. Eine Chatfunktion ermöglichte auch Fragen der Teilnehmer. Die Übertragungsqualität in Wort und Bild sowie die Bedienbarkeit waren erstaunlicherweise gut, so dass es ein gelungenes Experiment war und prädestiniert ist für weitere Vorträge. Der Anbieter „Zoom“ ist zwar in der Vergangenheit aufgrund von Datenschutzmängeln in die Kritik geraten, es werden aber weder persönliche Daten noch Geheimnisse irgendeiner Art ausgetauscht, so dass die gute Bedienbarkeit und Qualität überwiegen. Ebenfalls über den Videokonferenz-Anbieter „Zoom“ wurde im Mai speziell für die Fahrtensegler ein Vortrag zum Thema „Richtig ankern - wie und wo?“ gehalten. Für das Anlaufen der Häfen gibt es zurzeit besondere Vorgaben, so dass es für die Fahrtensegler interessant war, was beim Ankern insbesondere über Nacht alles zu beachten ist. Weiter werden bereits für den Grundschein Segeln virtuelle Schulungen angeboten. Für die Jugendlichen werden Aufgaben zum Regelwerk und zur Taktik beim Regattasegeln erarbeitet und wenn die Voraussetzungen gegeben sind, wird mit dem Training auf dem Wasser unter Einhaltung der Abstands- und Hygienevorschriften schrittweise in ganz kleinen Gruppen begonnen. Geplant ist dann auch, in diesem Jahr das Training auf dem Wasser in den Sommerferien fortzuführen. Natürlich alles nur unter der Voraussetzung, dass sich das Infektionsgeschehen weiterhin im Rahmen der vorgegebenen Grenzen bewegt.Auch wenn das Abslippen jetzt schnell gehen musste, wünscht sich so etwas kein Bootseigner.