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Am ersten Maiwochenende sollte mit dem Ansegeln - zu dem auch Gäste herzlich willkommen waren - versucht werden, unter den Coronabedingungen der aktuellen Lage angepasst ein Stückchen Vereinsleben zu ermöglichen. Zur Eröffnung der Segelsaison setzte Fahrtenseglervertreter Rolf Brinkmann am Flaggenmast vor dem Vereinsheim den LRV-Stander. Die Skipperbesprechung, an der nur ein Crewmitglied pro Boot teilnehmen durfte, fand mit Abstand und Maske im Hafenvorfeld statt. Bei Bedarf wurden die Informationen aus der Skipperbesprechung DSGVO-konform auch per SMS an die Crews übermittelt. Gesegelt wurde dann in die Kieler Innenförde. Nach der Rückkehr in den Laboer Hafen ließ jede Crew für sich noch auf ihrem Boot das Ansegeln gemütlich Revue passieren.Fahrtenseglervertreter Rolf Brinkmann hisst den Vereinsstander.Auch aus dem Jugendbereich nahmen zwei Europes am Ansegeln teil.


 

In der Vorstandssitzung Anfang Mai wurde lange über die Durchführbarkeit der überregionalen Ranglistenregatta der Folkeboote diskutiert. Stand Anfang Mai war die Durchführung von Regatten noch nicht erlaubt und auch wenn zum Monatsende weitere Öffnungen für den Sport angekündigt sind, wäre bezüglich der Planbarkeit der zu erfüllenden Coronavorgaben die verbleibende Zeit zu kurz gewesen. Da eine Terminverschiebung nicht möglich war, hat sich der Vorstand in Abstimmung mit der Deutschen Folkeboot Vereinigung für die Absage entschieden. Letztlich sah man sich nicht in der Lage, in der sich zwar langsam entspannenden Coronasituation eine absolut sichere Durchführung der Veranstaltung zu garantieren und auch die diesbezügliche Verantwortung für alle Teilnehmer und Helfenden zu übernehmen.Diesen schönen Anblick auf der Regattabahn vor Heidkate wird es in diesem Jahr nicht geben.


 

Der Start in die Segelsaison wird wieder geprägt sein durch die vorgegebenen Kontaktbeschränkungen und Hygienemaßnahmen. Hinzu kommen noch die gefährlicheren Virusvarianten, mit denen sich jetzt vermehrt auch Jüngere infizieren. Solange keine wesentlichen Fortschritte bei der Impfkampagne erfolgt sind, wird nicht davon ausgegangen, dass die Vereine bei den zurzeit steigenden Neuinfektionszahlen mit weiteren Lockerungen rechnen können.
Auch wenn Segeln eine Individualsportart ist, wird nach den Aktivitäten auf dem Wasser das gesellige Beisammensein an Land so sehr vermisst. Vor diesem Hintergrund ist auch die gesamte Planung im Verein mit einem großen Fragezeichen versehen.
Nachdem die schriftliche Umfragemitgliederversammlung erfolgreich zum Abschluss gebracht werden konnte, fiel das beliebte Labskausessen der Coronasituation zum Opfer. Das monatliche Schipperfrühstück kam mit Vorträgen zu maritimen Themen nur virtuell zur Durchführung. Der gemeinsame Arbeitsdienst für die Saisonvorbereitung der Vereinsboote und das Ansegeln darf nicht in gewohnter Weise stattfinden. Zum Ansegeln wird der Fahrtenseglervertreter noch entsprechend informieren.
Ohne den geselligen Teil wird wohl auch der Trudelmaus-Pokal der Folkeboote nicht zur Durchführung kommen können, zumal nicht absehbar ist, ob eine Beherbergung der auswärtigen Teilnehmer möglich sein wird und ob die dänischen Teilnehmer ohne Quarantäne überhaupt einreisen dürfen. Eine Entscheidung, ob der Trudelmaus-Pokal stattfinden kann, wird Anfang Mai getroffen. Ebenso wird in Kürze entschieden, wann mit dem Wassertraining im Jugendbereich gestartet werden kann.
Unter Einhaltung der Kontaktbeschränkungen und Hygienemaßnahmen mussten die Vereinsboote für die Segelsaison vorbereitet werden. Ein Schwerpunkt war hierbei in Eigenarbeit die Grunderneuerung des kleinen Schlauchbootes. Der Verzicht auf das kleine Schlauchboot wurde zwar diskutiert, allerdings von den Verantwortlichen für den Jugendbereich abgelehnt, da sich das Hartschalenboot aus dem Projekt „3ineinemBoot“ in einem sehr schlechten Zustand befindet und mindestens zwei zuverlässliche Sicherungsboote für das Wassertraining erforderlich sind. Weil die Anschaffungskosten für ein neues Schlauchboot die finanziellen Möglichkeiten des Vereins überfordert hätten, wurden für das kleine Schlauchboot neue Schläuche und für den Zweitakt- ein Viertakt-Außenbordmotor geordert.
Nachdem beim kleinen Schlauchboot die alten Schläuche entfernt waren, stellte sich unter der Federführung von Ralf Lange und Thomas Möller die Aufarbeitung des Rumpfes doch als etwas aufwendiger dar. Als Verbesserung hinsichtlich der Gewichtsverteilung konnte der Platz für einen fest installierten Benzintank im Bugbereich geschaffen werden.
Unter anderem musste der Unterwasseranstrich komplett entfernt werden undder Kraftstofftank konnte fest im vorderen Bereich eingebaut werden. Nachdem der Rumpf schon einen neuen Unterwasseranstrich erhalten hat, muss jetzt noch für den letzten und wohl schwierigsten Arbeitsschritt  für das Verkleben der neuen Schläuche mit dem Rumpf auf wärmere Außentemperaturen gewartet werden.
Bei den Eigenarbeiten für alle Vereinsboote mitgeholfen hat ein kleiner Personenkreis, bei dem sich der Vorstand recht herzlich für den Arbeitseinsatz bedankt. Der Verein verfügt somit neben dem großen Schlauchboot mit dem grunderneuerten kleinen Schlauchboot auch die für das Jugendtraining erforderlichen und im guten sowie zuverlässigen Zustand befindlichen zwei Sicherungsboote.

Im letzten Jahr konnte der LRV die Mitgliederversammlung noch im Februar als Präsenzveranstaltung durchführen und entschied sich aufgrund der Coronasituation in diesem Jahr - wie schon ausführlich berichtet - für eine etwas aufwendigere schriftliche Umfrage-Mitgliederversammlung, die in mehreren Schritten per Briefpost zur Durchführung kam. Wichtig war hierbei, dass mehr als die Hälfte der stimmberechtigten Mitglieder ihre ausgefüllten Stimmzettel zurücksandten. Die Auswertung der Stimmzettel ergab, dass sich der höhere Aufwand für den Vorstand gelohnt hat, denn 57 Prozent der stimmberechtigten Mitglieder beteiligten sich und stimmten den Wahlkandidaten sowie den Beschlussvorschlägen mehrheitlich zu. Bei den Wahlen gab es eine Veränderung im Vorstand. Für das Amt des Takelmeisters stand Thomas Beyer für eine weitere Kandidatur nicht mehr zur Verfügung. Aufgrund des Aufgabenspektrums wurden in Doppelbesetzung Tjark Schilly und Tim Ohler als neue Takelmeister gewählt. Jörg Norrmann rückt zum 1. Revisor auf und zum 2. Revisor wurde Michael Meggle gewählt. Aus dem Ältestenrat hatte sich Ingo Grellert zurückgezogen, so dass der freie Platz jetzt mit Thomas Beyer besetzt werden konnte. Ebenso wurde die Wahl der Jugendsprecherin Charlotte Roesler von den Mitgliedern bestätigt. Der 1. Vorsitzende Christoph Matthews bedankt sich bei allen Beteiligten, dass die Ergebnisse rechtliche Gültigkeit erlangt haben und die schriftliche Umfrage-Mitgliederversammlung somit erfolgreich zum Abschluss gebracht werden konnte. Es ist insofern wichtig, dass dies dem Vorstand das Vertrauen und die Legitimation für seine Arbeit gibt. Abschließend noch eine gute Nachricht für alle Bootsbesitzer. Anders als im letzten Jahr dürfen in diesem Frühjahr, auch weil die Wassersportler im vergangenen Jahr verantwortungsvoll mit der Coronasituation umgegangen sind, alle Motorboote und Segelyachten unter Einhaltung der zurzeit bestehenden Kontaktregeln wieder ins Wasser gelassen werden.


 

Unter den Corona-Einschränkungen konnte der Freizeitwert des Segelns  im zurückliegenden Jahr nicht hoch genug eingeschätzt werden. Segeln stellt für viele Wassersportler eine optimale Möglichkeit der Erholung dar, das Fahrtensegeln ist für viele der Traumurlaub schlechthin. Weiter ist das Fahrtensegeln prädestiniert für ein generationsübergreifendes Segeln, integrative Projekte und den Bereich Inklusion.
Da viele Mitglieder trotz der speziellen Situation einen Sommertörn machen konnten, wollen wir auch für 2020 gerne unseren Fahrtenseglerpreis vergeben. Die Fahrtensegler werden daher gebeten, für die Teilnahme am Fahrtenseglerpreis kurze Reiseberichte über ihre Törns ab einer Woche an den Fahrtenseglervertreter Rolf Brinkmann einzureichen. Es gilt hierbei nicht das Motto: „Schneller - weiter - länger“, sondern die aus dem Ältestenrat und dem Fahrtenseglervertreter bestehende Jury würdigt besonders die Bewältigung schwieriger Situationen auf See oder eine auf die mit segelnden Kinder oder Jugendlichen abgestimmte Törnplanung. Die Verleihung des Fahrtenseglerpreises soll im Rahmen des  Ansegelns erfolgen.