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Die Fahrtensegler werden gebeten, für die Teilnahme am Fahrtenseglerpreis kurze Reiseberichte für Törns ab einer Woche bis zur Jahreshauptversammlung am 10. Februar 2018 einzureichen. Es gilt hierbei nicht das Motto: „Schneller - weiter - länger“. Die aus dem Ältestenrat und dem Fahrtenseglervertreter bestehende Jury würdigt genauso die Bewältigung schwieriger Situationen auf See oder Törns mit Kindern bzw. Törns mit Jugendlichen auch schon im Bereich der westlichen Ostsee. Die Verleihung des Fahrtenseglerpreises erfolgt im Rahmen des Labskausessens am 17. März 2018 im Hotel Seeterrassen.


 

Das Sturmtief "Herwart" fegte am letzten Wochenende im Oktober mit bis zu 80 Knoten Windgeschwindigkeit über uns hinweg. Für die Yachteigner, die nicht vor Ort am Hafen oder Winterlager sein konnten, wurde es ein Wochenende voller Bangen, ob das Schiff an sich und an Bord wohl alles sicher und sturmfest vertäut war. In Marina Wendtorf rissen bei einigen Schiffen die Festmacherleinen und Schiffe, die bereits an Land im Lagerbock standen, kippten einfach um. Laut Wetterexperte Meeno Schrader war „Herwart“ in den frühen Morgenstunden am letzten Sonntag im Oktober nach „Sebastian“ Mitte September und „Xavier“ Anfang Oktober der dritte Sturm, der binnen sechs Wochen mit starken Folgen über uns hinweg gezogen war. Das sind ungewöhnlich viele Herbststürme so früh im Jahr, wobei „Sebastian“ eigentlich noch im Spätsommer stattfand.
Ein unzureichend gesicherter Lagerbock könnte mit zum Umkippen der Yacht geführt habenund ein stehendes Rigg bietet dem Wind immer eine zusätzlich nicht zu unterschätzende Angriffsfläche.


 

Die Segelsaison war wettermäßig sehr durchwachsen und im Wesentlichen geprägt von Tiefdruckgebieten mit einer Südwest-Strömung. Der Wind lag oft im Starkwindbereich, so dass die Fahrtensegler sehr viele Hafentage einlegen mussten. Kein Hochdruckgebiet blieb über einen längeren Zeitraum. Nach ein paar Tagen mit schönem Wetter folgte gleich das nächste Tiefdruckgebiet. Für unsere Region wurden lediglich 5 Sommertage aufgezeichnet, an denen es wärmer als 25 Grad war. Es kann also im nächsten Jahr mit dem Sommer nur besser werden. Mit dem Aufslippen geht die Verabschiedung vom geliebten Wassersport für etliche Monate einher. Die im Wasser liegenden Vereinsboote wurden an Land gebracht, einem ersten Check zwecks Feststellung der bis zum Frühjahr zu erledigenden Bootsarbeiten unterzogen und für den Transport ins Winterlager vorbereitet. Dieser freiwillige Arbeitsdienst fördert das Vereinsleben zusätzlich und nach getaner Arbeit war selbstverständlich für Speis und Trank gesorgt. Der Vorstand bedankt sich bei allen Teilnehmern am Arbeitsdienst recht herzlich.
Ebenfalls bedankt sich der LRV für eine Sachspende an die Jugendabteilung vom Laboer Segel- und Yachtsportshop „Skippers Place“.     
Mastlegen auf dem Wasser beim CongerDas Aufslippen des Schlauchbootes erforderte viele helfende Hände.Die Jugendlichen können auch schon den ersten Check vornehmen.


 

Am zweiten Wochenende im September wurde die Kreisjugendmeisterschaft auf dem Großen Plöner See vom Plöner Segler-Verein von 1908 ausgerichtet. 75 Jugendliche kämpften in den Bootsklassen Opti B, Opti C1, Opti C2, Laser Radial, 420er, Pirat, RS Feva, RS Tera und Splash um die begehrten Kreisjugendmeister-Titel. Die größten Teilnehmerfelder waren im Opti-Bereich. Auch wenn es bei Regen begann, endete es im Sonnenschein, so dass die Segel trocken verstaut werden konnten. Aus dem LRV waren 4 Optis am Start. Bei 5 gesegelten Wettfahrten gab es einen Streicher. Kreisjugendmeister im Opti C2 wurde aus dem LRV Johannes Rösler. Ben Diestelhorst belegte bei den Opti C1 den dritten Platz, Charlotte Rösler bei den Opti C2 Platz 9 und Lucas Matthes bei den Opti B Platz 6.Platz 1 für Johannes Rösler bei den Opti C2Platz 3 für Ben Diestelhorst bei den Opti C1


 

Das 75-jährige Bestehen der Folkeboot-Klasse wurde im August im Rahmen des Goldpokals - der inoffiziellen Weltmeisterschaft - im dänischen Kerteminde groß gefeiert. Für die Teilnahme am Goldpokal lagen insgesamt 76 Meldungen aus Dänemark, Deutschland, Schweden, Finnland, Estland und Großbritannien vor. In diesem sehr großen Regattafeld waren auch Teilnehmer aus dem LRV dabei. Bei 6 gesegelten Wettfahrten gab es einen Streicher und Sönke Durst kam als zweitbester Deutscher auf Platz 5 sowie Siegfried Busse als drittbester Deutscher auf Platz 10. Als bester Deutscher landete der Kieler Dr. Jürgen Breitenbach mit nur einem Punkt Vorsprung vor Sönke Durst auf Platz 4. Neben den drei Deutschen waren sonst nur Dänen unter den ersten Zehn. Es gewann Per Buch, der seinen Heimvorteil nutzten konnte und zur 6. Wettfahrt gar nicht mehr antreten musste, recht deutlich. Platz 2 und 3 belegten seine Landsleute Per Jørgensen und Søren Kæstel, die alle auch von der Teilnahme am Trudelmaus-Pokal in Laboe bekannt sind.v.r.: Platz 5 für Sönke Durst mit Marc Rockicki und Karsten Bredtv.r.: Platz 10 für Siegfried Busse mit Uwe Pfuhl und Jan Stoltenberg