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Endlich ist jetzt die bootlose Zeit vorbei. Der späte Wintereinbruch bescherte uns zu Ostern noch Schnee und dann hatten wir schon Mitte April eine Woche lang Sommer und die Natur explodierte förmlich. Auch wenn wir uns meteorologisch noch im Frühjahr befinden, setzte sich im Mai das hochsommerliche Wetter fort. Nur die Wassertemperatur der Ostsee erreichte gerademal den zweistelligen Bereich und hing somit der Lufttemperatur weit hinterher.
Bevor jedoch Ende April die vereinseigenen Wasserlieger abgeslippt und die Jollen aufgeriggt werden konnten, musste noch eine Menge an Vorarbeiten erledigt werden. Die Riggs wurden einem Sicherheits-Check unterzogen und bei den Motorbooten die Funktionalität überprüft. Außerdem mussten bei einigen Jollen kleinere GFK-Arbeiten durchgeführt werden. Ebenso wurde das Opti-Gestell ausgebessert und erweitert sowie Segel zum Verkauf aussortiert. Die Beteiligung am diesjährigen Arbeitsdienst war ausgesprochen groß. Der Vorstand bedankt sich recht herzlich bei allen, die im Rahmen des Arbeitsdienstes mitgewirkt haben. Für Speis und Trank war natürlich auch gesorgt.
Große Betriebsamkeit herrschte rund um die Vereinsboote im Hafenvorfeld.Die Auflagebretter im Opti-Gestell mussten durch eine Unterkonstruktion stabilisiert werden.Künftig können im Opti-Gestell insgesamt 16 Optis gelagert werden.Auch das Unterwasserschiff der „Allihopa“ aus dem Projekt „3ineinemBoot“ erhielt einen Antifouling-Anstrich.


 

Neben der Theorie stand im Winterhalbjahr auch wieder das Opti-Kentertraining in der Schwimmhalle auf dem Programm. Der späte Wintereinbruch hinderte die Kinder nicht daran, ein Kunststoffboot aus dem Opti-Gestell zu nehmen und auf dem Slipwagen zur Schwimmhalle zu transportieren.
Bei Schnee und Eis zogen die Kinder ein Boot für das Kentertraining aus dem Opti-Gestell.In der Schwimmhalle stellten die Kinder dann fest, dass es gar nicht so einfach ist, ein Opti zum Kentern zu bringen und ein durchgekentertes Opti - wenn man weiß wie es geht - relativ einfach wieder aufzurichten ist.
Übung macht den Meister beim Opti-Aufrichtenund auch das Hineinklettern will gelernt sein.Ebenso half die Erkenntnis, dass ein vollgelaufenes Opti nicht untergehen kann, es ist praktisch unsinkbar. Zum Kentertraining gehört auch, wie man sich verhält, wenn man unter dem Opti und Segel geraten ist. Alle Kinder hatten sehr viel Spaß, denn nur so kann auch die Angst vor dem Ernstfall genommen werden. Was unter Spaß trainiert wird, ist längst nicht mehr so schlimm, wenn es dann in der Segelsaison wirklich passiert.Ebenfalls zum Winterprogramm gehörte die Besichtigung des Seenotrettungskreuzers Berlin.


 

Mit über 40 Teilnehmern verzeichnete das mittlerweile traditionelle Labskausessen im Hotel Seeterrassen wieder einen sehr guten Zuspruch. Als Vertreter der Gemeinde Laboe gab Hafenmeister Ole Kähler einen Ausblick auf die noch in diesem Jahr anstehenden Arbeiten im Yacht- und Gewerbehafen:
Bis Ende April dauern noch die Mängelbeseitigungen in den  landseitigen Sanitäranlagen an und der Steg an der Bunkerstation wird erneuert. Das WLAN-Netz soll noch weiter optimiert sowie an den Schwimmstegen der Belag erneuert werden und in 2019 steht die Instandsetzung der Südmole an. Ebenso kann erst 2019 mit der Erneuerung des in die Jahre gekommenen oberen Teils der Jollenslipanlage gerechnet werden. Abschließend wies er noch auf die neue Hafengebührensatzung und die sich hieraus ergebenden Veränderungen hin.


 

Zu Beginn wurde in einer Schweigeminute der verstorbenen Vereinsmitglieder Franz Pooker und Rolf Krüger gedacht. Schnell waren dann die formalen Angelegenheiten wie z. B. Geschäftsbericht des Vorstandes und Wahlen abgehakt. Veränderungen in der Vorstandsbesetzung gab es nicht, so dass Rolf Brinkmann weitere zwei Jahre den Vorsitz inne hat. Roland Hildebrandt schied als Revisor aus und Manfred Ibrom steigt vom zweiten Revisor zum ersten Revisor auf. Neu zum zweiten Revisor gewählt wurde Wolfgang Jahn. Ebenso wurde Mats Diestelhorst als Jugendsprecher bestätigt.
Über die Erfolge der LRV-Segler wurde bereits in der März-Ausgabe ausführlich berichtet. Die Nutzung des Mastenkranes wird auch weiterhin nicht möglich sein. Aufgrund der sinkenden Teilnehmerzahler an der Traditionsregatta ist eine Zusammenlegung mit dem Absegeln geplant. Jedes Vereinsmitglied kann alle Vereinsboote - ausgenommen die Motorboote - jederzeit nutzen, Voraussetzung hierfür ist eine dokumentierte Ersteinweisung und das Führen von Logbüchern. Die Schäden am Opti-Gestell sollen noch bis zum Beginn des Wassertrainings behoben werden.
Lebhaft wurde die Diskussion über die Gewinnung neuer Mitglieder, denn der LRV hat in den letzten Jahren trotz einer hervorragenden Jugendarbeit einen Mitgliederschwund von 10 % zu verzeichnen. Wenn die Einnahmen des Vereins, die fast ausschließlich über die Mitgliedsbeiträge - denn die Spendenbereitschaft ist rapide zurückgegangen -  erzielt werden, muss auch die Ausgabenseite entsprechend angepasst werden. Sollte dies nicht gelingen, müsste über eine Erhöhung der Mitgliedsbeiträge nachgedacht werden. Auch wenn zurzeit viele Sportvereine unter dem Mitgliederschwund zu leiden haben, will der LRV versuchen, diesem Abwärtstrend entgegenzuwirken, indem der Verein sein Angebot gerade für die Opti-Eltern als potentielle Neumitglieder attraktiver macht und so eine emotionale Einbindung der Eltern in die Vereinsprozesse erreichen kann. Ebenso sollen die  Informationsangebote auf der LRV-Homepage verbessert werden. Natürlich steht in diesem Zusammenhang auch die materielle Ausstattung des Vereins im Rahmen seiner finanziellen Möglichkeiten auf dem Prüfstand. Ein umfassendes Konzept soll hierzu vom Vorstand in Zusammenarbeit mit den an der Diskussion beteiligten jugendlichen und erwachsenen Mitgliedern erarbeitet werden. Jeder Verein lebt vom Engagement seiner Mitglieder, denn es sollte nicht sein, das immer nur ein kleiner Kreis für die Durchführung der Vereinsaktivitäten verantwortlich ist. Deshalb werden noch viel mehr Vereinsmitglieder dazu aufgerufen, sich neben dem Segelsport auch mit Rat und Tat an der Gestaltung eines attraktiveren Vereinslebens zu beteiligen.     
Die neue Satzung der Gemeinde Laboe für die Hafengebühren soll in Kürze in Kraft treten und ist für die meisten Liegeplatzinhaber mit einer ordentlichen Erhöhung verbunden. Für die Neuregelung der Hafengebühren hat die Comuna (Gesellschaft für Kommunal- und Wirtschaftsberatung) auf der Basis der Hafenbelegungsdaten von 2016 und 2017 eine Prognose für 2018 erstellt, wobei die neue Kalkulation ergab, dass die bisherigen Gebührensätze nicht kostendeckend waren. Es kann also jetzt davon ausgegangen werden, dass die bislang aus Kostengründen aufgeschobenen Erneuerungen - wie z. B. der obere feste Teil der Jollenslipanlage - endlich in Angriff genommen werden.
Abschließend wurde noch auf die gute Zusammenarbeit mit den ortsansässigen Segelvereinen, der DGzRS und der Gemeinde Laboe verwiesen.


 

Die Ausschreibung für die Regatta um das Trudelmaus-Halbmodel 2018 ist bei raceoffice.org online.