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Die Segelsaison war wettermäßig sehr durchwachsen und im Wesentlichen geprägt von Tiefdruckgebieten mit einer Südwest-Strömung. Der Wind lag oft im Starkwindbereich, so dass die Fahrtensegler sehr viele Hafentage einlegen mussten. Kein Hochdruckgebiet blieb über einen längeren Zeitraum. Nach ein paar Tagen mit schönem Wetter folgte gleich das nächste Tiefdruckgebiet. Für unsere Region wurden lediglich 5 Sommertage aufgezeichnet, an denen es wärmer als 25 Grad war. Es kann also im nächsten Jahr mit dem Sommer nur besser werden. Mit dem Aufslippen geht die Verabschiedung vom geliebten Wassersport für etliche Monate einher. Die im Wasser liegenden Vereinsboote wurden an Land gebracht, einem ersten Check zwecks Feststellung der bis zum Frühjahr zu erledigenden Bootsarbeiten unterzogen und für den Transport ins Winterlager vorbereitet. Dieser freiwillige Arbeitsdienst fördert das Vereinsleben zusätzlich und nach getaner Arbeit war selbstverständlich für Speis und Trank gesorgt. Der Vorstand bedankt sich bei allen Teilnehmern am Arbeitsdienst recht herzlich.
Ebenfalls bedankt sich der LRV für eine Sachspende an die Jugendabteilung vom Laboer Segel- und Yachtsportshop „Skippers Place“.     
Mastlegen auf dem Wasser beim CongerDas Aufslippen des Schlauchbootes erforderte viele helfende Hände.Die Jugendlichen können auch schon den ersten Check vornehmen.


 

Am zweiten Wochenende im September wurde die Kreisjugendmeisterschaft auf dem Großen Plöner See vom Plöner Segler-Verein von 1908 ausgerichtet. 75 Jugendliche kämpften in den Bootsklassen Opti B, Opti C1, Opti C2, Laser Radial, 420er, Pirat, RS Feva, RS Tera und Splash um die begehrten Kreisjugendmeister-Titel. Die größten Teilnehmerfelder waren im Opti-Bereich. Auch wenn es bei Regen begann, endete es im Sonnenschein, so dass die Segel trocken verstaut werden konnten. Aus dem LRV waren 4 Optis am Start. Bei 5 gesegelten Wettfahrten gab es einen Streicher. Kreisjugendmeister im Opti C2 wurde aus dem LRV Johannes Rösler. Ben Diestelhorst belegte bei den Opti C1 den dritten Platz, Charlotte Rösler bei den Opti C2 Platz 9 und Lucas Matthes bei den Opti B Platz 6.Platz 1 für Johannes Rösler bei den Opti C2Platz 3 für Ben Diestelhorst bei den Opti C1


 

Das 75-jährige Bestehen der Folkeboot-Klasse wurde im August im Rahmen des Goldpokals - der inoffiziellen Weltmeisterschaft - im dänischen Kerteminde groß gefeiert. Für die Teilnahme am Goldpokal lagen insgesamt 76 Meldungen aus Dänemark, Deutschland, Schweden, Finnland, Estland und Großbritannien vor. In diesem sehr großen Regattafeld waren auch Teilnehmer aus dem LRV dabei. Bei 6 gesegelten Wettfahrten gab es einen Streicher und Sönke Durst kam als zweitbester Deutscher auf Platz 5 sowie Siegfried Busse als drittbester Deutscher auf Platz 10. Als bester Deutscher landete der Kieler Dr. Jürgen Breitenbach mit nur einem Punkt Vorsprung vor Sönke Durst auf Platz 4. Neben den drei Deutschen waren sonst nur Dänen unter den ersten Zehn. Es gewann Per Buch, der seinen Heimvorteil nutzten konnte und zur 6. Wettfahrt gar nicht mehr antreten musste, recht deutlich. Platz 2 und 3 belegten seine Landsleute Per Jørgensen und Søren Kæstel, die alle auch von der Teilnahme am Trudelmaus-Pokal in Laboe bekannt sind.v.r.: Platz 5 für Sönke Durst mit Marc Rockicki und Karsten Bredtv.r.: Platz 10 für Siegfried Busse mit Uwe Pfuhl und Jan Stoltenberg


 

Für die überregionale Ranglistenregatta der Europes weicht der LRV schon seit Jahren aufgrund der besseren Infrastruktur und der Nähe zur Regattabahn auf das Hafengelände in der Marina Wendtorf aus. Die Europe ist sowohl bei Jugendlichen als auch bei „Oldies“ sehr beliebt und vom Trimm her eine sehr anspruchsvolle Einhandjolle. Die  Meldezahl stieg erfreulicherweise auf 21 und unter den aus Hamburg, Bremen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und natürlich Schleswig-Holstein angereisten Teilnehmern waren auch die Spitzensegler der Europe-Klasse vertreten.
Bei spätsommerlichen Bedingungen waren am Samstag in der Steiner Bucht auf dem Dreieckskurs die Leichtwindspezialisten gefragt. Der Wind kam mit maximal 8 Knoten aus nördlicher Richtung und oszillierte und pendelte ständig. Deshalb war es an der Kreuz wichtig, diese Pendelbewegungen des Windes richtig zu nutzen. Die geplanten 3 Wettfahrten konnten durchgeführt werden, wobei in der 3. Wettfahrt das Ziel aufgrund des abflauenden Windes vorverlegt werden musste. Es gab keine Frühstarter und auch keine Proteste. Am Ende des ersten Wettfahrttages war die Wettfahrtleitung froh, drei Wettfahrten geschafft zu haben, denn nach der Windvorhersage war nicht davon auszugehen, drei Wettfahrten absolvieren zu können.
Bereits unmittelbar nach dem Start lagen die Besten vorne.Das Laboer Wahrzeichen als Namensgeber für den Europe-Pokal.Noch schlechter war allerdings die Windvorhersage für den Sonntag. Nach drei Wettfahrten führte die Vorjahressiegerin Marisa Roch vom Kieler Yachtclub (KYC) vor Anja Fiedler vom TSV Schilksee (TSVS), Maurice Oster vom Norddeutschen Regatta Verein (NRV), Sverre Reinke vom Wassersport-Verein Hemelingen (HVW) und Martin Kotte vom Segelclub RHE (SC RHE). Die ersten Vier trennte jeweils nur ein Punkt, so dass der zweite Wettfahrttag noch genügend Spannung versprach. Am Abend lud der LRV wieder alle Beteiligten zum Grillen ein.Ein paar Handgriffe und Thomas Möller brachte den AB-Motor wieder zum Laufenund beide Schlauchboote waren so am Sonntag wieder im Einsatz.Der dänische Wetterbericht sagte für den Sonntag genau zur Startzeit segelbaren Wind aus nördlicher Richtung voraus und die Vorhersage traf  auch zu, allerdings musste der Zieldurchgang aufgrund des abflauenden  Windes wieder vorverlegt werden. Im Vorteil waren alle, die sich auf der Kreuz für die Backbordseite entschieden hatten. Die Windbedingungen in der vierten Wettfahrt waren am unteren Limit. Gerne hätten die Wettfahrtleitung und Segler noch eine Wettfahrt mehr absolviert, weil ab 5 Wettfahrten ein Streichergebnis vorgesehen ist. Dass dies nicht klappte, stimmte nicht alle Teilnehmer glücklich, denn nach der vierten Wettfahrt veränderte sich die Reihenfolge unter den ersten Vier.Immer wieder fahren Fahrtensegler einfach durch das Regattfeld.Spannender Zweikampf zwischen Sverre Reinke (vorne) und Maurice Oster auf dem Raumkurs.Der Gesamtsieger Maurice Oster (vorne) vor Anja Fiedler.Gesamtsieger wurde der Vorjahreszweite Maurice Oster (NRV). Platz zwei belegte Sverre Reinke (WVH) und Platz drei bis fünf gingen an Marisa Roch (KYC), Anja Fiedler (TSVS) sowie Martin Kotte (SC RHE). Der ehemals für den LRV startenden Fabian Mocha belegte Platz 11 und Thomas Jansen vom LRV kam auf Platz 19. Auch am zweiten Wettfahrttag gab es keine Frühstarter und keine Proteste.      
Die ersten Drei v.l.: Marisa Roch, Maurice Oster und Sverre Reinke.Zum Abschluss herrscht gute Laune bei allen Teilnehmern.Der LRV bedankt sich ganz herzlich bei allen Helferinnen und Helfern auf dem Wasser und an Land, die mit zum Gelingen dieses  Regatta-Wochenendes beigetragen haben. Ebenso geht der Dank für die tolle Unterstützung in der Marina Wendtorf an die Ring-Werft und an den dortigen Hafenmeister. Die Ergebnisliste und weitere Bilder vom Ehrenmalpokal sind auf der LRV-Homepage unter Ehrenmalpokal/Ergebnisliste/Impressionen eingestellt.


 

Wie schon berichtet, wechselte der Jugendtrainer Mathias Bierwirth in diesem Sommer aus beruflichen Gründen von der Kieler Förde nach Göttingen. Der 1. Vorsitzende Rolf Brinkmann und der Jugendwart Michael Schäfer überreichten zur Verabschiedung ein Präsent,  bedankten sich bei Mathias Bierwirth für sein Engagement im Jugendsegelsport ganz herzlich und wünschten ihm alles Gute für seine berufliche Zukunft.   
v.l.: Michael Schäfer, Mathias Bierwirth und Rolf BrinkmannAuch die meisten Jugendlichen fanden sich zur Verabschiedung ein.